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Stirnlampe Petzl Tikka RXP

Petzl_Tikka_RXP_01Sodele, am vergangenen Wochenende konnte ich mal die Petzl Tikka RXP ausführlich testen. Während einer mehrtägigen Wanderung mit einigen langen Nachtpassagen im Wald und langer Zeit am Biwakplatz ums Lagerfeuer rum, beim Kochen, Nachtlager einrichten etc..
Die Tikka RXP ist eine Stirnlampe mit Reactive Lighting Technologie: Das heißt, zwei weiße LED-Strahler in der Lampe passen sich automatisch der Umgebungshelligkeit an. Ein Strahler ist – eher für den Nahbereich – ein recht weit streuendes Flutlicht, der andere Strahler – für die Fernsicht – ein mit nur kleinem Winkel streuender Lichtkegel (Spotstrahler). Als kleine Signalleuchte (blinkend) oder wenn man nur sehr wenig Licht benötigt, ist auch noch eine rote LED verbaut. Die ist aber – neben Blink- und Dauerlichtmodus – nicht weiter regelbar.
Die komplette Technik – inklusive wechselbarer Li-Ion-Akku – ist in einem Gehäuse verbaut. Es gibt also kein Batteriefach hinten am Kopfband.
Und das ist es, was mich zum Kauf der Tikka RXP bewogen hat. Zwar hell begeistert von der Petzl „Nao“, stört mich für Wandertouren deren Größe, das Gewicht und das Kabelgedöns an der Lampe. Ich wollte es einfach etwas leichter und kompakter haben. Aber eben die gleiche praktische Technik:
Also die Tikka RXP.

Die Hardware:
Petzl_Tikka_RXP_01_FrontDie Größe der Lampe gefällt mir tatsächlich recht gut. Sie ist zwar größer als die altbekannte Tikka, aber für mich noch ok. Man kann sie auch mal um den Hals baumeln lassen oder in die Hosentasche stecken.
Für meine Kopfgröße ist leider das Band zu eng – vor allem, wenn ich noch eine dicke Mütze trage. Es passt sicher vielen recht gut, aber ab Hutgröße XL (60cm Kopfumfang) wird es leider verdammt eng. Das hat Petzl schon bei der Nao vergeigt (das Kabel von der Lampe zum Batteriefach ist zu stramm). Naja, sowas läßt sich ja mit etwas Bastelarbeit lösen, aber schade ist das schon – Petzl hat sich nämlich eine ganz patente Größenverstellung ausgedacht, bei der das Band hinten am Kopf in zwei Bänder übergeht und so für besseren Halt sorgt.
Das Gewicht von 115 Gramm finde ich noch recht angenehm am Kopf. Habe die Lampe einige Stunden auf gehabt und fand das Gewicht nicht störend. Nacht kurzer Zeit hat man vergessen, daß man da etwas auf dem Kopf hat was andere blenden könnte ;) Trailrunner und Jogger sollten das Gewicht beachten – sie müssen das Kopfband wahrscheinlich recht stramm ziehen, damit die Lampe nicht zu stark wackelt.
Petzl_Tikka_RXP_01_TasterAuffallend sind die kleinen Taster um die Lampe zu bedienen. Die sind schon ohne Handschuhe schwer zu ertasten und mit Handschuhen muss man da schon einige male herumdrücken, bis die richtige Stelle ewischt wird. Eventuell lernt man das nach einiger Zeit.
Auch ist die Position der „Technologie“-Taste (rechts an der Lampe) nicht so dolle gewählt. Beim Tippen langt man sich entweder vors Gesicht, oder muss – etwas akrobatisch – mit Daumen und Zeigefinger von oben her kommen.
Der Akku der Tikka RXP ist praktischwerweise austauschbar und auch durch ein Batteriefach (für 3 AAA-Zellen) ersetzbar – für längere Touren, bzw. einfach zur Sicherheit.
Die Verarbeitung der Lampe ist sehr gut – der Akku rastet gut ein, die Rastung der Neigungsverstellung sieht robust aus, es gibt keine scharfen Kanten o.ä. Naja, die Abdeckung der Micro-USB-Buchse schaut eher mittelmäßig aus. Liegt es an ihr, daß die Lampe „nur“ wasserfest (IPX4) ist? Petzl_Tikka_RXP_01_KuehlrippenWobei ich sagen muss, daß ich mit der auch nach IPX4 geschützten Patzl Nao schon viel in üblem Schiffwetter unterwegs war und sie hat das bisher schadlos überstanden!
Sehr fein ist die Kühlung der LED-Lampe gelöst. Der Kühlrippen befinden sich im Lampenkörper und durch dessen Öffnungen an Unter- und Oberseite, kann kühle Luft daran vorbei streichen. Die Kühlrippen sind aus einem stark wärmeleitenden Kunststoff – also ganz modernes Material :)

Die Software:

Die Lampe startet beim Einschalten (Taste 2 Sekunden drücken) grundsätzlich im Reactive Lighting Modus. Außer man hatte beim Ausschalten die rote Hilfsbeleuchtung an, dann nämlich startet die Tikka RXP auch wieder mit Rotlicht.
Die einzelnen Leuchtmodi (siehe Tabelle) schaltet man dann mit der ON/OFF-Taste durch.
Der Wechsel zwischen Reactive Lighting, Constant Lighting und Rotlicht wird mit der Technologietaste durchgeführt.
Ausschalten durch 2 sekündiges drücken der ON/OFF-Taste.
Eine Tastensperre ist insofern immer aktiv, als daß man die Taste zum einschalten tatsächlich 2 Sekunden gedrückt halten muss. Wird sie länger (oder kürzer) gedrückt, blinkt die Lampe nur kurz rot und geht dann wieder aus. Das Gerücht vom einschalten einer Tastensperre durch gleichzeitiges Drücken der Technologie- und ON/OFF-Tasten kann ich nicht bestätigen.
Petzl_Tikka_RXP_01_Offen_WechselAkkuMit der Petzl-OS kann man via PC oder Mac die Lampe programmieren. Das heist Leuchtdauer bzw. die Leuchtstärken der einzelnen Modi sind einstellbar. Leider ist die Tikka RXP (bisher?) nicht ganz so individuell programmierbar wie die Nao :( So ist es für den ReactiveLighting-Modus nicht möglich, die beiden LEDs getrennt zu regeln. Das macht die Software „intelligent“ für uns. Und das passt dann halt nicht unbedingt jedem ins Konzept.
Im Constant-Modus ist eine getrennte Regelung wiederum möglich :)
Auch ein kleines (Software-)Manko: Beim Umschalten der Helligkeitsstufen im Reactive-Light-Modus, blinkt die Lampe kurz in der hellsten Stufe des jeweiligen Mudus auf – das kann in der Dunkelheit etwas nevig sein, da es kurz verdammt blenden kann.. Aber da gibts von Petzl sicher bald ein Softwareupdate für die Lampe :)
Mit einer maximalen Lichtmenge von 215 Lumen ist die Stirnlampe wirklich hell genug für jede nächtliche Tour zu Fuß. Auch wenn man mal etwas schneller (Joggen, Trailrunning, Orientierungslauf) unterwegs ist. Auch beim Nacht-Geocaching kann der weit reichende Spotstrahler sehr hilfreich sein :)

Mein Fazit:
Petzl_Tikka_RXP_01_USB_TasterFür mich und meine Anforderungen – ums Haus rum, beim Bikeschrauben, für die Nachtwanderung, die Lagerplatzsuche, den Tarpaufbau, die Holzsuche etc. – eine geniale Lampe!
Die kleinen Mankos könnten wahrscheinlich über ein Softwareupdate seitens Petzl behoben werden. Wenn nicht, ist die Lampe halt nicht Überragend, sondern sehr gut. Sehr praktisch finde ich die Lademöglichkeit via Micro-USB-Kabel. Das und einen Akkupack hat man in der Zwischenzeit wegen des praktischen Smartfons ja sowieso meist dabei ;)

Weitere, ausführliche Infos und PDF-Anleitung gibt es direkt bei Petzl.

 

tikkarxptab
Das ganze Geschwafel noch mal in Kürze (das sind die Notizen von unterwegs, vom Testwochenende):

Minus
– Stirnband zu kurz (für mich). Ist auf maximale Weite gestellt und gerade so ok. Mit Mütze aber leider zu eng.
– Die „Technologie“-Taste ist schlecht positioniert: Schlecht bedienbar, wenn die Lampe am Kopf ist. (Hand vor dem Gesicht)
– Für den „Reactive“-Modus sind die beiden LEDs mit der Petzl-OS leider nicht getrennt regelbar. SoftwareUpdate?
– Dunkelste Stufe im „Constant“-Modus ist zu hell.
– Beim Umschalten der Helligkeitsstufen im Reactive-Modus blinkt die Lampe kurz in der hellsten Leuchtstufe des eingestellten Modus.
– Knöpfe recht klein

Plus
– Gute Verarbeitung, stabiles Material
– Kompakt
– Automatische Helligekeitsregelung funtioniert gut und schnell
– programmierbare (voreinstellbare) Helligkeitsstufen bzw. Leuchtdauer.
– relativ leicht
– Akku wechselbar
– Li-Ion Akku via Micro-USB ladbar

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